SANICARE Versandapotheke im Test
Auch wenn das Geschäft mit Arznei & Medikamenten in vielerlei Form in Deutschland reguliert ist, so ist es doch unverkennbar, dass das Business der Online-Versandapotheken boomt. Einer der Vorreiter ist hier SANICARE, den wir als erste für die Rubrik Online-Apotheken und Medshops vorstellen wollen.
Zuerst einmal fällt auf, dass die Startseite von SANICARE (zumindest derzeit) gar nicht eindeutig nach Onlineshop aussieht. Zwar werden einige Produkte wie z.B. Vividrin Akut Augentropfen für Allergiker, Formoline Eiweiss Diät Pulver oder Kneipp Arnika Salbe angeteasert. Den Großteil der Startseite nehmen jedoch Bilder ein, die auf “Themenspecials” verweisen. Ein großer Teil davon ist natürlich Verkaufsförderung, aber der Besucher erwartet sicherlich auch, dass bei einem Klick auf ein Ratiopharm-Logo auch Übersichten über Arznei und Medizinprodukte von Ratiopharm präsentiert werden. Auch das Spezial “Gesunde Haut und schöne Haare” bringt ziemlich schnell zu Produktübersichten. Versuchen wir es also mit dem Themenspecial “Kilos adé”. Aber auch hier kommen wir lediglich zu Produktlisten ohne nähere redaktionelle Texte. Wir sind auf den ersten Klick etwas enttäuscht, suggerierte uns doch die schöne Aufmachung der SANICARE-Startseite, dass wir hier vielleicht auch ein paar redaktionelle Inhalte mit Tipps & Co erhalten würden. – Nun ja, letztlich ist und bleibt es ja eine Versandapotheke und kein Gesundheitsmagazin; kann man also kritisch feststellen, aber nicht wirklich übel nehmen.
Wir suchen als nächstes gezielt einige Produkte der eigenen Verwendung, um zu testen, ob und wie viel man wirklich gegenüber klassischen Apotheken sparen kann. Als Testprodukt soll Salviathymol dienen, ein medizinisches Mundwasser mit allerlei Kräuter von Kamille bis Fenchel, das häufiger für diverse Mund- & Zahnprobleme empfohlen wird. Auch hier sind wir schon bei Beginn der Suche etwas enttäuscht: das Suchfeld ist nicht kontext-interaktiv, wie wir das z.B. von Amazon kennen. D.h.: die Eingabe der ersten Buchstaben “salvia” führt uns nicht zu einem oder mehreren passenden Vorschlägen für Produkte bzw. das gesuchte Produkt. Also schreiben wir den Namen aus und werden fündig. Nun sind wir begeistert. Die 100 ml Flasche, die man in der Apotheke fürstlich mit gut 16 EUR vergüten muss, kostet bei SANICARE nur 11,95 EUR.
Wir wollen sofort bestellen. Nach dem Hinzufügen zum Warenkorb entdecken wir den Hinweis, dass versandkostenfreie Lieferung ab 20 EUR erfolgt. Also packen wir noch eine zweite Einheit des Produktes dazu, da und damit es sich lohnt. Auch hier ein kleiner Fehler in der Usability (oder Fehler im Anwender?): Wir geben in das Mengenfeld statt der 1 eine 2 ein, und klicken auf das kleine Warenkorbsymbol, um es hinzuzufügen bzw. zu aktualisieren. Nun entdecken wir, dass es tatsächlich um das Hinzufügen geht, und nicht um aktualisieren, denn wir haben plötzlich 3 Flaschen des Produkts im virtuellen Wagen. Also den Warenkorb aufgerufen, und wenigstens hier klappt es mit der Aktualisierung von 3 zurück auf 2 Einheiten.
Dank Überschreitung der 20 EUR Grenze können wir anschließend die Bestellung versandkostenfrei abschließen. Wir freuen uns, über die Ersparnis ggü. dem sonstigen Einkauf in der klassischen Apotheke und haben ein ganz gutes Gefühl bei der ersten Bestellung in einer Onlineapotheke.
Nachtrag: Ware kam zügig, allerdings gab es einen Haken, der jedoch nicht SANICARE anzulasen ist, sondern dem Postboten: Obwohl die Sendung neutral verpackt mit dem Hinweis versandt wird, die Sendung nicht an Nachbarn oder Kinder zuzustellen, landete sie doch beim Nachbarn.