März 23, 2010 – 7:11 pm | Kommentare deaktiviert

Nach langem Hick-hack: US-Präsident Barack Obama unterzeichnet heute die bis zur letzten Sekunde heftig umstrittene Gesundheitsreform, nachdem das Abgeordnetenhaus sie gestern abgesegnet hatte. Was für uns in Deutschland als “normal” empfunden wird, so teuer es …

Vollständigen Artikel lesen »
Gesund und fit leben, Prävention, Vorsorge

Probleme, Symptome, Krankheiten, Therapien

Produkte & Services für Health, Beauty, Wellness

Krankenversicherung, Berufsunfähigkeit & Co

Online Apotheken und Medshops vorgestellt

Home » Probleme, Symptome, Krankheiten, Therapien

Augen lasern mit dem iLasik Verfahren

Redaktion healthyvida.com am März 1, 2010 – 1:39 pmKeine Kommentare

Augenlasern boomt, daran ist nicht zu zweifeln, wenn man sich anschaut, wie in den deutschen Großstädten ein Augenlaserzentrum nach der nächsten Augenlaserklinik eröffnet. In manchen Städten wie z.B. Berlin, Hamburg und Stuttgart fahren sogar seit Monaten Busse von Lasik-Anbietern wie z.B. den EuroEyes Lasik Zentren durch die Gegend und werben mit Slogans à la “Scharf sehen ohne Brille” oder “Brille weg!” etc. Und in der Tat: seit die alten/ersten Methoden der Augenlaserbehandlung wie PRK, Lasek durch moderne, schmerzfreiere Verfahren wie Lasik, Femtolasik und iLasik ersetzt und immer weiter ausgefeilt wurden, unterziehen sich immer mehr Menschen einer Augenlaser-OP.

Die momentan am stärksten beworbene und gelobpreiste Augenlaser-Methode nennt sich “iLasik” und stellt eine Erweiterung beziehungweise Kombination des bisher schon etablierten Femto-Lasik-Verfahrens mit einem weiteren Verfahren dar, das sich Wellenfront-Analyse oder auch Wavefront-gesteuertes Augenlasern nennt.

Doch eins nach dem anderen, bzw. rückwärts aufgerollt – wie funktioniert das im Detail? Zunächst einmal ist das Problem einer Fehlsichtigkeit, dass der Lichtstrahl, der in das Auge fällt, aus dem einen oder anderen Grund (je nach Art der Fehlsichtigkeit) nicht an der richtigen / optimalen Stelle auf die Netzhaut projiziert wird. Um das zu ändern, muss die Brechung (Refraktion) des Lichtstrahls derart verändert werden, dass die Projektion wie gewünscht / optimal auf die richtige Stelle fällt. Die Veränderung der Brechnung des Lichtstrahls wird beim Augenlasern dadurch modifiziert, dass die Hornhaut des Auges mit einem Augenlaser neu modelliert, d.h. in ihrer Oberfläche und Beschaffenheit verändert wird. Während man bei Kurzsichtigkeit in der Regel etwas von der Hornhaut “weglasert”, wird bei einer Augenlaserbehandlung von Weitsichtigkeit eine künstliche Wölbung der Hornhaut mit dem Augenlaser “geschliffen”, um das gewünschte Brechungsergebnis zu erreichen. Der für diesen elementaren Schritt benutzte “Augenlaser” wird auch als “Excimer Laser” bezeichnet. Ein solcher Excimer Laser kommt bei allen drei Verfahren des Laserns der Augen zur Anwendung: bei Lasik, bei der Femto-Lasik und auch beim iLasik-Verfahren.

Augen lasern mit iLasik | Immer mehr Menschen korrigieren ihre Fehlsichtigkeit in einem Augenlaserzentrum

Augen lasern mit iLasik | Immer mehr Menschen korrigieren ihre Fehlsichtigkeit in einem Augenlaserzentrum

Nun wird die Laserung des Auges mit dem Excimer Laser nicht direkt auf der äußersten Oberfläche der Hornhaut vorgenommen, sondern im Inneren der Hornhaut. Und genau an bzw. ab dieser Stelle unterscheiden sich Lasik von Femto-Lasik und iLasik. Denn um in das Innere der Hornhaut “vordringen” zu können, muss in die Augenhornhaut quasi ein Deckel geschnitten werden, der nach dem Schnitt aufgeklappt werden kann. Dann kann bei “aufgeklapptem Deckel” die Laserung mit dem Excimer Laser durchgeführt werden. Anschließend wird der Deckel zurückgeklappt und heilt wieder an (“saugt sich am Auge an und verheilt dann”). Dieser “Deckel” nennt sich in der Fachsprache der Augenärzte “Flap”.
Die Unterschiede zwischen Lasik auf der einen Seite und Femto-Lasik sowie iLasik auf der anderen Seite liegen nun in der “Präparierung” des Flaps, in der Art und Weise, wie der “Schnitt” durchgeführt wird.

Bei der normalen Lasik-Methode nutzt man ein so genannten Mikrokeratom, ein hauchdünnes Mikromesser oder auch Mikrohobel genannt. Bei den beiden anderen Verfahren der Femtolasik und iLasik hingegen kommt statt dieses Mikrokeratoms ein weiterer, zweiter Laser zur Anwendung: der so genannte Femtosekundenlasern. Dieser Femtosekundenlaser hat seinen Namen von den extrem kurzen Lichtimpulsen, mit denen dieser Laser arbeitet. Wie funktioniert er? Der Femtolaser erzeugt in einer exakt vorbestimmten Tiefe der Augenhornhaut mit tausenden kurzer Lichtimpulse tausende kleiner Bläschen aus Gas & Wasser. Die Summe dieser tausenden Minibläschen, die sich minimal ausdehnen, führt dazu, dass das Hornhautgewebe an dieser Stellle im Inneren getrennt wird. Es entsteht wie von Geisterhand (sprich mit Laser und ohne Messer; daher spricht man auch Laser-Lasik) eine Schnittlinie, als hätte man mit dem Mikrokeratom das Auge aufgeschnitten. Hat man aber nicht, und trotzdem kann der Flap wie oben als Deckel beschrieben “aufgeklappt” werden und nun darunter das eigentliche Lasern der Augen durchgeführt werden mit dem Excimer Laser. Hier hat man wieder die Gemeinsamkeit zwischen Lasik, Femto-Lasik und iLasik.

Wie unterscheiden sich nun noch Femto-Lasik und iLasik voneinander? Hier kann die Antwort davon abhängen, welche Art von Femto-Lasik-Behandlung genutzt wurde, doch dazu gleich mehr. Entscheidendes Merkmal von iLasik ist in jedem Fall, dass vor der Behandlung ein sogenannter Wavescan (auch Wellenfront-Analyse) des Auges durchgeführt wird. Dieses Verfahren ist für die Augenlaserbehandlung deshalb so wertvoll, weil es eine sehr exakte Messung der Brechungsfehler des Patienten-individuellen Auges ermöglicht. Dazu wird ein Lichtstrahl in das Auge gesendet und die Reflektion des Lichtes mit einem so genannten Aberrometer bzw. Wellenfront-Analyzer an über 200 Sensor-Punkten gemessen. Die dabei entstehende Wellenfrontkarte gibt ein sehr genaues Abbild davon, wo man wie beim Lasern ansetzen muss, um möglichst alle/viele Brechungsfehler ideal zu korrigieren. Der Trick ist nun, dass die Augenlaserung durch die Wellenfront-Ergebnisse gesteuert wird, deshalb spricht von Wellenfront-gesteuerter Augenlaserbehandlung respektive Wavefront-gesteuertem Augenlasern. Im Ergebnis wird der Augenlaser-Vorgang höchst individuell auf Basis der konkreten Hornhautbeschaffenheit des konkreten Patientenauges durchgeführt – und Augenärzte werben mit begeisternd guten Ergebnissen.

So gesehen ist iLasik also die Kombination aus Wellenfront-Analyse und Femto-Lasik-Lasern, weshalb man es mitunter auch unter der Bezeichnung “Wellenfront-gestützte Femto-Lasik” findet. Und damit wären wir bei der obigen Anmerkung, ob/was der Unterschied wäre zwischen Femto-Lasik und iLasik: Wenn bei einer Femto-Lasik zusätzlich mit Wellenfrontanalyse gearbeitet wird, dann besteht zwischen dieser Femto-Lasik und dem iLasik-Verfahren kein Unterschied mehr. Andernfalls ist iLasik so gesehen die Maximalkombination aus normaler Lasik PLUS Flap-Präparation mit dem Femtolaser PLUS Steuerung der Augenlaserbehandlung auf Basis der Wavescan-Ergebnisse.

Und last but not least: man kann natürlich auch eine normale Lasik mit Wellenfront-Analyse kombinieren und hat dann eine Wavefront-gesteuerte Lasikbehandlung. Letztlich bleibt aber iLasik als Schlagwort aktuell der Begriff für Augenlasern mit der State-of-the-art Technik (apa).

Kommentieren derzeit nicht möglich.