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Vollständigen Artikel lesen »Die Prostata zählt zu den männlichen Geschlechtsorganen und ist lediglich so groß wie eine Kastanie. Das häufig auch als Vorsteherdrüse bezeichnete Organ folgt direkt im Anschluss auf die Blase und umgibt in ihrem Aufbau die Harnröhre mit einem Gewebe aus Drüsen und Muskeln. Ihre vorrangige Funktion ist die Bildung eines Teils der Samenflüssigkeit. Ebenso dient sie als Unterstützung für den Verschluss der Blase.
Mit zunehmendem Alter neigen viele Männer zu einem gutartigen Prostatawachstum. Darüber hinaus sind Tumore der Vorsteherdrüse die häufigsten Krebserkrankung des Mannes. Während gutartige Vergrößerungen oftmals mit Beschwerden beim Wasserlassen einhergehen, verursachen Prostatatumore über lange Zeit keine Symptome. Gerade für ältere Männer ist es deswegen nötig, sich regelmäßig auf Erkrankungen der Vorsteherdrüse untersuchen zu lassen. Eine gute Auskunft über mögliche Veränderungen der Prostata ermöglicht neben der ärztlichen Tastuntersuchung der Prostata-Schnelltest. Dieser kann in der Apotheke erworben und eigenständig zu Hause durchgeführt werden.
Bei dem Prostata-Schnelltest wird eine Aussage anhand des PSA-Wertes gegeben. Dies ist die Kurzform für das sogenannte prostataspezifische Antigen. Das PSA ist ein Enzym, welches vorwiegend in der Prostatadrüse gebildet wird. Während einer Ejakulation wird es in den Samenleiter abgegeben und dient der Verflüssigung des Samenkoagulums. Das Antigen ist grundsätzlich auch bei gesunden Menschen nachweisbar: Für Männer mit einem Alter unter 50 Jahren wird in der Regel eine Konzentration an PSA von unter 4 ng/ml als normal angesehen und deutet auf eine ordnungsgemäße Funktion des Organs hin. Der Wert ist über das Blut feststellbar. Ab einer Konzentration von über 4 ng/ml sind genauere Untersuchungen notwendig, um eine genauere Auskunft über eine mögliche Erkrankung geben zu können. Ein PSA-Wert von über 10 ng/ml gilt als deutlicher Hinweis auf ein Bestehen von Prostatakrebs.
Ein Prostataschnelltest ermöglicht innerhalb von etwa 10 Minuten eine erste Aussage über eine mögliche Erkrankung des Organs. Dazu werden lediglich einige Tropfen Blut aus dem Ohrläppchen oder der Fingerkuppe benötigt, die in eine Testkasette gegeben werden. Durch das Verfahren sind allerdings keine exakten Wertbestimmungen möglich. Stattdessen ermöglicht der Schnelltest eine klare Aussage darüber, ob der Grenzwert überschritten wurde oder nicht. Die Methode wird für Männer ab 45 Jahren empfohlen und bietet für diese den Vorteil, einer für viele als unangenehm empfundenen Tastuntersuchung beim Urologen zunächst aus dem Weg zu gehen. Ein Prostataschnelltest ist schnell und einfach durchführbar und erweist sich meist auch als kostengünstig. Ungeachtet dessen wird häufig argumentiert, dass die Eigenuntersuchung nicht die Kontrolle durch einen Arzt und die Bestimmung des PSA-Wertes im Labor ersetzen kann.
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